Der Mittelstand und Corona

Der Mittelstand und die Corona Krise

Eine so tiefgreifende globale Wirtschaftskrise, wie wir sie in den vergangenen Monaten erlebt haben, kann von niemandem allein bewältigt werden. Auch für die anstehenden strukturellen Aufgaben bedarf es einer kollektiven Anstrengung und Leistung.

Der Mittelstand sorgt zuverlässig für Stabilität im Auf und Ab der Konjunktur, aber die Folgen der Corona-Pandemie bringen selbst die robusten Unternehmen an ihre Grenzen. Alleine werden es die Firmen nicht schaffen, es droht eine Insolvenzwelle, die hunderttausende Stellen kosten könnte. In den dreieinhalb Millionen kleinen und mittelgroßen Betrieben arbeiten beinahe 18 Millionen Leute. 2,3 Mio. kleine und mittlere Unternehmen (60 %) gehen davon aus, dass sie die Krisenfolgen noch lange spüren werden. Dies zeigt die zweite repräsentative Sonderbefragung von KfW Research auf Basis des KfW-Mittelstandspanels von Anfang Juni 2020. Im Durchschnitt erwarten diese Unternehmen eine Normalisierung ihrer Geschäftslage erst in rund 8,5 Monaten – dies entspräche ungefähr März 2021. 7 % der mittelständischen Unternehmen haben zum Befragungszeitpunkt nach eigenen Angaben bereits das Vorkrisenniveau wieder erreichen können. Dieser positiven Entwicklung stehen allerdings 9 % der Mittelständler gegenüber, die davon ausgehen, nie mehr das Vorkrisenniveau erreichen zu können. Die Corona-Krise hat den deutschen Mittelstand im Griff, die Umsatzeinbußen sind gravierend und dürften sich für die Monate März bis Mai auf insgesamt gute 250 Mrd. EUR summieren.

Homeoffice und Kurzarbeit. Dennoch werden die Einsparungen durch Kurzarbeit, Neustrukturierungen und weitere Maßnahmen immer häufiger nicht ausreichen, so das Ergebnis der Umfrage. So plant inzwischen unter den Metall-, Maschinenbau- und Automobilunternehmen sowie im Dienstleistungssektor sogar jedes zehnte Unternehmen, Entlassungen vorzunehmen, oder hat dies bereits tun müssen. Insgesamt setzen 63 Prozent der befragten Unternehmen kurzfristig auf Maßnahmen wie den Abbau von Überstunden oder Betriebsurlaub. Zudem ermöglichen inzwischen fast drei Viertel der Mittelständler ihren Mitarbeitern die Arbeit im Homeoffice. Der Chefvolkswirt von Allianz und Euler Hermes, Ludovic Subran, vergleicht die Corona-Krise mit einem „schwarzen Schwan“. Eine Hiobsbotschaft jage die nächste, von Exportkrise über ein Beben an den Finanzmärkten, Ölpreisschock bis hin zu einem praktisch weltweiten Konsumschock. 2020 breche die Weltwirtschaft voraussichtlich doppelt so stark ein wie in der Finanzkrise. Die Verluste seien so hoch wie die Wirtschaftskraft (BIP) von Deutschland und Japan zusammen.

Den Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Welt in diesem Jahr schätzen Allianz und Euler Hermes auf 3,3 Prozent oder 9 Billionen Dollar, die Verluste im Welthandel auf 3,5 Billionen Dollar. Diese Entwicklung bleibt

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nach Ansicht von Euler Hermes auch für die Unternehmen nicht folgenlos. Wachstum und Wohlstand wären ohne die 23 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa nicht denkbar. Sie stellen 99,8 Prozent aller europäischen Unternehmen. Der Mittelstand bildet das Fundament für wirtschaftlichen Erfolg, für Innovationen und Wettbewerb in Europa. Er steht für gut zwei Drittel aller Arbeitsplätze in der privaten Wirtschaft und stellt den Großteil der Ausbildungs- und Arbeitsplätze.

Der Mittelstand ist die treibende Kraft für Wachstum und Beschäftigung in Europa. Für kleine und mittlere Unternehmen aus Deutschland ist Europa und die Welt (größtenteils) der mit Abstand wichtigste Markt. Freier Marktzugang, fairer Wettbewerb und Arbeitnehmerfreizügigkeit sind deshalb Voraussetzungen dafür, dass Europa und sein Mittelstand stark bleiben. Rechtsunsicherheiten, Corona Krise, sowie zu viel Bürokratie und Überregulierungen, wie zum Beispiel bei den unterschiedlichen Verwaltungsanforderungen bei Dienstreisen und Entsendungen ins EU-Ausland schaden dagegen stark.

Nur im Stuttgarter Raum sind mittlerweile 30% aller Unternehmen von der Insolvenz betroffen und in ganz Deutschland wird das nicht besser aussehen. Unbegreiflich das unsere gute und starke Wirtschaft bewusst an die Wand gefahren wird, wegen einem kleinen Virus??? Das ist schlimmer wie jeder Krieg. Die Folgen sind nicht abschätzbar und werden zu Arbeitslosigkeit und starker Armut führen. Für diesen Lockdown sollten alle Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Immunität aller Politiker gehört aufgehoben. Die Menschen sind durch den Maskenzwang und anderen überzogenen Maßnahmen in Mitleidenschaft gezogen. Leben in Angst und Schrecken, sind verzweifelt. Suizid, Scheidungen, Verlust ihrer Immobilien, Wohnungslosigkeit und vieles mehr. Viele Unternehmen werden zu Schleuderpreisen von ausländischen Investoren aufgekauft. Made in Germany wird das so nicht mehr geben.

Deshalb sollten sich das gesamte Unternehmertum, der Mittelstand und alle Freiberufler unserer geplanten Klage gegen die zur zeitige Regierung/Politik anschließen. Wir müssen alle sofort gemeinsam handeln!!!

© Rebecca 22.07.2020

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